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Piercing von damals bis heute:

Piercing (engl. für durchbohren, durchstechen) ist eine Form der Körpermodifikation, bei der Schmuck in Form von Ringen oder Stäben an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers durch die Haut und das  darunter liegende Fett- und Knorpelgewebe eingeführt wird.

Das gezielte Durchstechen verschiedener Haut- und Körperstellen wird seit Jahrtausenden von Zahlreichen Kulturen praktiziert. Die frühesten Funde von Schmuckstücken oder Zeichnungen lassen sich bis teilweise 7000 Jahre zurückdatieren. Dabei handelte es sich nicht nur um Schmuckstücke sondern auch zur Abgrenzung zu anderen Volksstämmen oder auch als Zeichen des gesellschaftlichen Status bzw. körperlicher Reife.

So tragen zum Beispiel in Indien viele Frauen Stecker in den Ohrläppchen oder im Nasenflügel, da Ihnen schon als Kind, gemäss Ihrem hinduistischem Glaubens, Ohrlöcher zum Schutz vor Krankheiten gestochen werden, oder bei den Mursi in Äthiopien sind extrem gedehnte Lippen oder Ohrläppchen ein Schönheitsideal. Je grösser die darin eingelegten Teller, um so grösser das Ansehen der Frau im Stamm.

Ebenfalls werden in einigen Ländern teils relativ extreme Piercings während spiritueller Feste durchgeführt. So schmücken sich in Thailand oder Malaysia Teilnehmer unter Trance mit Schwertern, Eisenstangen oder Ästen welche Sie sich durch Wange oder Zunge stechen oder auch riesige Aufbauten die Sie an Oberflächenpiercings am Oberkörper befestigen, um sich auf Prozessionen, die Sie zu Ihren Tempeln führen, von Ihren Sünden zu befreien oder auch um Gesundheit und Glück zu bitten. Blut tritt dabei relativ selten aus und die Wunden werden mit heiliger Asche desinfiziert.

In der westlichen Kultur  waren zum Beispiel Brustwarzenpiercings zu finden, wurden aber nur in relativ isolierten Gruppen (höfische Kreise) zu finden. Diese gerieten aber wieder in Vergessenheit. Lediglich das Ohrlochstechen fand ein weite Verbreitung. Wurde aber lange Zeit gesellschaftlich nur bei Frauen akzeptiert.

Piercings waren dann lange Ausdruck von “Anders sein” so zum Beispiel in der Schwulenszene, bei Punks oder in der BDSM-Szene. Erst allmählich  verbreitete sich das Piercing weiter, besonders angetrieben durch die Jugendkultur welche Ihren Stars nacheifern wollten.

Heutzutage hat sich das Piercing fest als kulturell-modisches Phänomen in der modernen westlichen Welt etabliert.

 

Pflegeanleitung für dein Piercing:

Damit Du viel Freude an Deinem Piercing hast, hier einige Pflegehinweise für Dich!

Die korrekte Pflege Zuhause, ist für ein erfolgreiches Piercing sehr wichtig. Ein frisches Piercing ist eine offene Wunde und somit Angriffspunkt für Viren und Bakterien. Die meisten Entzündungen entstehen durch unsachgemässe Pflege.

- Wasche Dir vor jedem berühren des Piercings gründliche die Hände.

- Entferne mit einem Q-Tipp oder mit einem Papiertuch zunächst Verunreinigungen wie Blut, Wundsekret, Fusseln, etc., vom Stecker, Stab, Ring. Dies geht auch mit lauwarmen Wasser oder Octenisept.

- Erst danach besprühst/betupfst Du das Piercing erneut mit Octenisept (Wunddesinfektion) und schiebst den Stecker vorsichtig hin und her. Dies solltest du die nächsten 3-5 Wochen 2-3 mal täglich tun. Nicht zu oft, da die Haut sonst austrocknet. Bei Bedarf spüle es lieber mit etwas warmen Wasser ab.

- Verzichte auf Salben und Cremes, da diese den Stichkanal verstopfen können. Es sei den die schuppt um den Stichkanal. Trage dann ganz dünn Bepanthen Wund- und Heilsalbe auf.

- Verzichte die nächsten Wochen möglichst auf Solarien, übermässiges schwitzen(z.B. durch Sport), schwimmen oder langes liegen in der Badewanne. Dusche nur kurz und lasse dabei möglichst keine parfümieren Seifen an die Wunde.

- Bei Piercings in Mundbereich achte bitte darauf, dass Du die nächsten 4-5 Stunden nicht rauchst. Milchsäuren und Alkohol die nächsten 2 Wochen möglichst meiden. Nach jeder Mahlzeit/Zigarette spüle bitte mit Wasser oder Kamillentee. Du solltest 2mal täglich mit antibakterieller Mundspülung spülen. Bitte nicht zu oft.

- Bei Piercings im Kopfbereich achte bitte darauf, das kein Haarspray, Make up etc. an die Wunde gelangt.

- Am Bauch achte darauf, dass Du bis zur vollständigen Verheilung keine Gürtelschnallen oder Hosenknöpfe direkt auf dem Piercing trägst.

- Rötungen um den Stichkanal, der Austritt einer gelben Flüssigkeit(Wundsekret) und ein leichter Juckreiz sind Symptome des Heilungsprozesses und keine Entzündung mit Eiterausfluss. Also keine PANIK!

- Starke Schmerzen und ein verhärten der Piercingstelle sind Anzeichen für eine Entzündung. In dem Fall bitte nicht den Schmuck entfernen. Dies könnte alles nur noch schlimmer machen. Komme in dem Fall am besten gleich zu uns.

- Auch während des Heilungsprozesses (z.B. beim reinigen) den Schmuck nicht entfernen. Da sich der Stichkanal schnell wieder verschliessen kann und ein neues Einsetzten dann kaum möglich sein kann.

- Falls du noch Fragen hast, kannst Du gerne zu uns kommen oder uns anrufen.

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